Hager Gesichter

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Christine Bourbeck vor der Lüttjen School

Christine Bourbeck  vor der Lüttjen School

Christine Bourbeck, geb. 19.6.1894 in Hage, besuchte von 1900-1904 die Hager Volksschule, die heutige Lüttje School. Sie schlug eine pädagogische Berufslaufbahn ein, Berufsbegleitend studierte sie Theologie, Philosophie und Germanistik. Was an Christine Bourbeck faszinierte, war ihre meisterliche Fähigkeit, dem damaligen oft ruhelosen Leben eine Seele zu geben. Sie verstand es, die vielen Herausforderungen auf den Boden ihres Glaubens zu stellen.

 

 

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Helene Peterßen, geb. Kempe, vor dem alten Helenenstift in Hage

Helene Peterßen, geb. Kempe, vor dem alten Helenenstift in Hage

Helene Peterßen (24.8.1786 – 7.3.1879), war die frühere Besitzerin des Helenstiftes. Ein Hager Bürger schreibt in seinen „Erinnerungen“: „Eines der schönsten alten Häuser in Hage ist das „Helenstift“, ein Geschenk Dr. Peterßen´s an den Kreis mit der Bedingung, es als Krankenhaus oder Altersheim zu nutzen..“

 

 

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Margret Vitzthum vor der Hauptstraße in Hage

Margret Vitzthum vor der Hauptstraße in Hage

Margret Vitzthum (9.1.1902 – 29.9.1990)  war die Gründerin der AWO in Norden. 1953 wurde sie Vorsitzende im neu gegründeten Kreisverband. Ab 1976 war sie Ehrenvorsitzende. Von 1961 bis 1972 wurde sie als einzige und erste Frau in den Stadtrat Norden und in de Kreistag gewählt. Unermüdlich hat sie sich für soziale Aufgaben eingesetzt.  Für ihren unermüdlichen Einsatz erhielt sie Dez. 1972 das Bundesverdienstkreuz. 1976/77 unterstützte sie den Ortsverein Hage.

 

 

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Dr. med. Walczak vor der alten Apotheke in der Hager Hauptstraße

Dr. med. Walczak  vor der alten Apotheke in der Hager Hauptstraße

Dr. Walczak (geb. 5.10.1905) war Arzt im Lazarett in Hage. Während des Krieges lernte er den Chefarzt Dr. Borrrmann kennen. Beide schlossen sich der Widerstandsbewegung „Edelweißpiraten“ an. Die Edelweißpiraten waren die größte Widerstandsbewegung gegen das Hitler-Regime.

 

 

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Willi Rabenstein vor der Esso-Tankstelle an der Hauptstraße in Hage

Willi Rabenstein vor der Esso-Tankstelle an der Hauptstraße in Hage

Willi Rabenstein war bekannt durch sein Äußeres, er war klein und fiel durch seine großen Ohren auf. Seine Bekleidungen waren ein paar Nummern zu groß. Während der Hungerszeit nach dem Kriege schöpfte er sich von den Milchkannen, die am Wegesrand standen, die Milch ab. Er beteiligte sich an den sogenannten „Hamsterkäufen“.

 

 

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Tamme Schreitling und Uwe Blumenfeld hinter dem Stübelhaus in der Hauptstraße in Hage

 

Tamme Schreitling und Uwe Blumenfeld hinter dem Stübelhaus  in der Hauptstraße in Hage

Tamme Schreitling und Uwe Blumenfeld erzählten sich Geschichten über Sagen und Legenden in Hage und Umgebung „Erzähl doch mal“. Es wurde erzählt von versunkenen Städten, Prophezeiungen und Weissagungen und historischen Merkwürdigkeiten.

 

 

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Tamme Schreitling nachts in der Hauptstraße in Hage

Tamme Schreitling  nachts in der Hauptstraße in Hage

Tamme Schreitling war der Nachtwächter in Hage. Begleitend trug Tamme die Post aus. Laut rief Tamme: „In dem Fleck`chen Hage lebt man still vergnügt am Tage, abends trinkt man seinen Schoppen. Wenn die Dorfhähne sich kloppen,  steht man dann in aller Ruh, schauet in der Haustür zu.
Auch hat Hage viele Sachen, die uns öfter Freunde machen. Schuster, Schneider und Barber, Bäcker, Krämer und Rentier. Auch zwei Advokaten sind nach Hage hingeraten. Ist es abends biester dunkel, leuchten Schienfat`s filafunkel, und in der Nacht halten Tamm` und Uwe treue Wacht!“

 

 

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Uwe Bondzio und Nero vom Bedmor vor dem alten Rathaus in Hage

Uwe Bondzio und Nero vom Bedmor vor dem alten Rathaus  in Hage

Uwe war stellvertretender Bürgermeister von 2001 bis 2008.  Im alten Rathaus wurde seinerzeit „Weltpolitik“ gemacht. Sein ständiger Begleiter war sein Rauhaardackel  Nero von Bedmoor, der 14 Jahre alt wurde. 

 

 

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Garrelt und Johanne Gerken vor dem Elternhaus in der Hager Hauptstraße

Garrelt und Johanne Gerken vor dem Elternhaus in der Hager Hauptstraße

Claas Claahsen gründete 1880 einen Sattlerei-Betrieb in der Hager Hauptstraße.  Aufgrund der damals großen Zahl  von Pferdefuhrwerken war der Beruf des Sattlers weit verbreitet. 1913 übernahm der aus Marienhafe stammende Sattler Garrelt B. Gerken mit seiner Frau Johanne den Betrieb von seinem Schwiegervater. 1914 wurde Sohn Karl geboren.

 

 

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Pastor Abraham Friedrich Köppen (1875 – 1956) vor der St.-Ansgari-Kirche

Pastor Abraham Friedrich Köppen (1875 – 1956) vor der St.-Ansgari-Kirche

Pastor Abraham Friedrich Köppen nahm im Jahr 1943 zwei obdachlose Familien aus Hamburg bei sich auf, nachdem die Stadt durch den Bombenangriff der Alliierten fast völlig zerstört worden war. Viele Einwohner wurden obdachlos und mussten evakuiert werden.


Am 31.12.1941 trifft in Hage die Ankündigung der Glockenabnahme ein, die lapidar mitteilte:

„Durch Anordnung sind alle Bronzeglocken beschlagnahmt.“
So wurde die Glocke der St.-Ansgarikirche von der Reichsstelle für Metalle zu Militärzwecken ausgebaut. Pastor Friedrich Köppen stand dieser Anordnung machtlos gegenüber.

 

 

Die Redaktion dankt Peter Blank für seine Bereitschaft, die "Hager Gesichter" im Internet zu präsentieren.

Er beabsichtigt, weitere "Hager Gesichter" in Verbindung zu alten Gebäuden zu malen und zu interpretieren.