Hage - allgemeine Angaben

Topographie

aus: "Dorfentwicklungsplanung Hage"
Aufsteller: Hans-H. v. Oppeln, Achitekt
Auftraggeber: Flecken Hage, herausgegeben 1988,
teilweise ergänzt,
insbesondere hinsichtlich der Verleihung der Marktrechte durch Enno Ludwig, Fürst zu Ostfriesland, im Jahr 1656

Hage liegt im Nordwesten Ostfriesland ca. 7 km von der Nordseeküste entfernt am nördlichen Geestrand.

In früheren Zeiten besaß Hage mehrere direkte Verbindungen mit dem Meer. Heute deuten nur noch einige Namen darauf hin:
Die Straße „Alter Dieker“ verläuft auf dem Gelände eines alten Deiches, der schon vor dem Jahr 1200 die kleine Siedlung gegen die Nordseefluten schützte und der von der heutigen Hager Mühle bis über den Breiten Weg hinaus verlief.

Von der Mühle verlief bereits im Jahr 1000 ein Kanal, der Waterweg, in nördlicher Richtung entlang der heutigen Hagermarscher Straße zur Nordsee, der noch 1717 als mit Kähnen befahrbar“ genannt wird. Vom Hager Tief brachte der Thunschloot die Schiffe zu den Sielen von Nesse und Dornum.

An der Einmündung des Schlagbaumtiefs in den Thunschloot besaß Berum einst sogar einen Hafen -

Auf der Warft Hooqe Lücht am Westende des Hagerweghs wies ein Bakenfeuer den Booten den Weg durch die damals existierende Bucht nach Hage.

Zwischen dieser Bucht und dem Waterweg im Osten lag außendeichs der Hager Hammrich, der landwirtschaftlich genutzt wurde, auch wenn er bei Hochwasser immer wieder überflutet wurde -

Von den ehemals vorhandenen Anbindungen an die See besteht heute keine mehr. Lediglich kleine Sportboote können über das Hager Tief die Leybucht an der Westküste Ostfrieslands erreichen. Über dieses Tief erfolgt euch die Entwässerung des Gemeindegebietes.

Der nördliche Teil der Samtqemeinde besteht heute aus eingedeichten Marschqebieten, wobei die Deichlinie nicht mehr am Nordrand des Fleckens verläuft, sondern im Zuge der Landgewinnung in nördlicher Richtung um ca. 7 km weiter in die Nordsee vorgeschoben wurde. Dadurch ist der Hager Hammrich nicht mehr von Überschwemmungen bedroht.

Im Gegensatz zu den nördlichen Gebieten hat sich die Landschaft im Süden des Ortes im Laufe der Jahrhunderte nur wenig verändert. Zwar ist das Moor, das einst die Südspitze deckte, inzwischen abgetorft; der Bereich zwischen Meer und Moor, in dem Hage liegt, ist jedoch unverändert Geestgebiet mit ca. 3,75 m ü. NN. Die Niederungen (Wischer) liegen auf einer Höhe von ca. +/- 0 m NN.

Auffallend sind in der Samtgemeinde Hage die großen Forstgebiete in dieser ansonsten recht waldarmen Gegend. Der Ortsteil Hage wird regelrecht von Wäldern eingeschlossen: Im Westen vom Lütetsburger Wald, im Osten vom Berumer Forst.

Hage und Berum allgemein

Geschichte

Die Anfänge der Hager Besiedlungsgeschichte liegen im Dunkeln. Um das Jahr 800 werden die ersten Siedler in der Gegend von Hage Schutz vor den Sturmfluten gesucht haben. In dieser Zeit wird die “Herrschaft Berum‘ zum ersten Mal urkundlich erwähnt als Sitz der Häuptlinge Tzerklaes, Herren zu Osteel, Serum und Marienhafe. Nach der Flut von 1164 wurde die Ansiedlung größer und es entstanden wahrscheinlich die ersten kirchlichen Zentren. Im Jahre 1310 ist ein Mitglied der Familie Svrtza oder Sytzen, die ihren Stammsitz auf dem Vorläufer der heutigen Burg Berum hat, im Besitz der Häuptlings-Würde für die Norderlande. Wie lange diese Familie zu dem damaligen Zeitpunkt hier schon residierte, ist nicht überliefert. Ab 1400 taucht der Name Hage in Urkunden auf.

Aus dem ursprünglich sehr kleinen Kirchrott entwickelte sich entlang dem Geestrand eine langgestreckte Reihensiedlung. “Es war die Strecke von Hooge Lücht bis zur Hager Mühle, ein gewundener> oft schmaler Sandweg, der vor den bürgerlichen Siedlungshäusern mit Bäumen bepflanzt und dadurch sehr schmal war.“ Hage und Serum waren ursprünglich nicht miteinander verbunden. “Das ursprüngliche Kirchrott war nur klein. Schon die Häuser an der Klosterlohne hießen ‘bei Haghe gelegen‘.“ (1)

Einen bedeutenden Einfluss auf den Bau der Kirche und die Anlage von Straßen ebenso wie auf die allgemeine Entwicklung des Ortes hatten immer die Bauern.

1443 baute Graf Ulrich 1. Cirksena die bescheidene Burg der Familie Syrtza zu einer stattlichen Wasserburg aus, dem Kern der Anlage, von der heute noch die Vorburg als letztes Relikt erhalten ist. Von diesem Ausbau profitierte auch das Hager Kirchrott. Um 1450 wird die Kirche um einen gotischen Chor verlängert und umgebaut. Zu dieser Zeit bereits diente das “Rote Siel“ als Entwässerungsqraben, der von den Theelbauern angelegt und unterhalten wurde.

Um 1520 setzt sich in Hage die lutherische Leh re gegen den Katholizismus durch. 1591 wird der Ausbau der Burg Berum durch Edzard II. zu einem prächtigen Schloß mit dem Errichten der Turmspitze abgeschlossen. Nach seinem Tod fügt seine Witwe Katharina, die Tochter des Schweden-Königs Gustaf Wasa, dem Schloß einige Erweiterungsbauten hinzu, unter anderem auch eine Kapelle.

Um 1600 fordert die Pest auch in Hage viele Opfer; der 30jähriqe Krieg verlangt ebenfalls seinen Tribut von den Einwohnern.

Zu dieser Zeit gab es am Hagerwegh, der heutigen Hauptstraße bereits eine Gemeinschaft von Bauern, Bürgern und Arbeitern sowie Geschäfts- und Wirtsleuten mit ihren Läden und Gasthöfen. Positiven Einfluss auf das Geschäftsleben in Hage übte die Burg Berum aus, vor allem, wenn die gräfliche Familie sich mit großem Gefolge dort aufhielt und für diesen Besuch alles in Ordnung gebracht werden musste. Aber auch durch die Schaffung sozialer Einrichtungen machten sich die Bewohner der Burg Berum um Hage verdient. Außerdem gewann Berum seine Bedeutung als Verwaltungs- und Gerichtsmittelpunkt des östlichen Norderlands.

Nach dem 30jähriqen Krieg gewinnen die Beamten des Berumer Amtes, das in der Burg Serum seinen Sitz hat, vermehrt an Bedeutung; sie lassen sich am Hagerwegh die ersten größeren Wohnhäuser mit weiten Gärten errichten.

Im Jahre 1656 erhielt die ländliche Siedlung Hage mit dem Marktrecht gewisse städtische Rechte ohne selbst Stadt zu sein und durfte sich fortan „Flecken“ nennen.
Hage erhielt eine mächtige Aufwertung als Hauptort im damaligen Amt Berum zu dem die Vogtei Arle, die Herrlichkeit Dornum, Ostermarsch, Nesse und die Inseln Baltrum und Norderney gehörten. Es umfasste ein Gebiet weit aus größer als die heutige Samtgemeinde.
Es waren bäuerlich geprägte Märkte, die im Frühjahr, wenn das Vieh ausgetrieben und das Feld bestellt wurde und im Herbst, wenn die Ernte eingefahren war, stattfanden. Und es waren wohl in erster Linie Viehmärkte. Ein Stich aus dem 18. Jahrhundert zeigt einen Marktplatz in Hage mit Anbindevorrichtungen für das Vieh, wie wir sie noch heute auf dem Freigelände der Auktionshalle in Leer vorfinden. Mit dem Markt haben sich vermutlich auch vermehrt Handwerker und Kaufleute angesiedelt.
Die Verleihung der Marktrechte durch Enno Ludwig, Fürst zu Ostfriesland, ist ein bedeutendes Datum für Hage, an das im Jahr 2006 zu Recht erinnert wird.
Ostfriesland war 1656 ein Fürstentum, geprägt von ständigen Auseinandersetzungen zwischen den lutherischen Landesherren und den reformierten Landständen – gestützt durch die Stadt Emden, die ihren Status als ostfriesische Hauptstadt an Aurich abgeben musste.


Die Fürstin Christine Charlotte ließ in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Burg Berum zu einem der prägstigsten fürstlichen Schlösser ausbauen.

1744 endet die Herrschaft der Cirksena auf Burg Berum und Hage wird - wie ganz Ostfriesland - von Friedrich dem Großen regiert. Durch seine sparsame Politik verschwinden viele althergebrachte Dinge, die den königlichen Finanzhaushalt hätten belasten können: Inventar der Cirksena-Erbschaft wird verkauft, das Schloß in Berum wird 1764 in großen Teilen abgerissen, ebenso ein Teil der Hinckenaburg, Graften werden zugeschüttet. Das Schloß in Serum hatte damals aus vier Flügeln bestanden mit einem schweren, rechteckigen Turm an der Nordwestecke. Es wurde von der mächtigen Vorburg und einem doppelten Ringgraben geschützt.

1807 kam Napoleon – Ostfriesland wurde zuerst dem Kgr. Holland, 1810 dann dem Kgr. Frankreich einverleibt.
1815 wurde Ostfriesland Teil des Kgr. Hannover und schließlich 1866 wieder preußisch.

Unter der hannoverschen Regierung wird 1819 die Befestigung der Hauptstraße vollendet.

1852 wird die Berumer Bockwindmühle durch eine Holländermühle ersetzt. 1864 werden Schloß Nordeck und die Hagermarscher Straße fertiggestellt. 1869 wird das Amt Berum nach Norden verlegt, wodurch Hage schwere wirtschaftliche und kulturelle Einbußen erleidet. 1872 wird die Mühle neben Schloß Nordeck durch einen Blitzschlag zerstört. Eine neue Mühle wird auf der anderen Seite der Hagermarscher Straße an der heutigen Stelle errichtet.

Durch den Bau der Eisenbahnlinie 1881/82 und die Entwicklung des Kfz-Verkehrs rückt Hage näher an die Kreisstadt Norden heran.

Die Bahnlinie ist in ihrer Bedeutung seit den 60er Jahren immer weiter reduziert werden; die endgültige Stilllegung wurde 1984 in Erwägung gezogen, seit der Nutzung der Bahnlinie von Norden durch eine Museumseisenbahn über Hage bis Dornum ist dies kein Thema mehr.

1919 war Ostfriesland Freistaat und kam 1946 zum Bundesland Niedersachsen als eigener Regierungsbezirk – bis 1977. Dann wurde Ostfriesland Teil der Bezirksregierung Weser-Ems. Seit 2005 gibt es in Niedersachsen keine Bezirksregierungen mehr.

Im Zuge der Gebietsreform wurde die seit 1965 bestehende Samtgemeinde Hage 1972 umgebildet und besteht seitdem aus den Gemeinden Berumbur, Hage, Hagermarsch, Halbemond und Lütetsburg. Sitz der Samtgemeinde-Verwaltung ist Hage. Seit der Umbildung 1972 gehören die Gemeinde Westdorf und der Lütetsburger Ortsteil Bargebur nicht mehr zur Samtgemeinde Hage.

Ebenfalls Anfang der 70er Jahre wurde durch den Abbruch von Häusern im Einmündungsbereich der Straße „Am Markt“ der heutige Marktplatz geschaffen.

(1) Magda Heyken, Chronik des Fleckens Hage; 1976

Hage heute (Stand 1988)

Der Flecken Hage besteht heute aus den Ortsteilen Hage, Berum und Blandorf-Wichte. Die ehemals selbständigen Gemeinden Berum und Blandorf-Wichte wurden 1972 eingemeindet.

Die Samtgemeinde Hage gehört zum Landkreis Aurich und damit zum Regierungsbezirk Weser-Ems mit dem Sitz in Oldenburg/Oldenburg.

Die Samtgemeinde Hage zählt 9350 Einwohner (Stand 31 .12.1985), wovon 5316, das sind 56,9 % - auf den Flecken Nage entfallen. Damit beherbergt der Flecken Hage mehr Einwohner als die vier übrigen Gemeinden in der Samtgemeinde Hage. Der Flächenanteil des Fleckens beträgt dagegen lediglich 24,.1 % des Samtgemeindegebietes. Damit ist Hage mit 320 Einwohner pro km2 vor Berumbur (315 Einw./km2) die am dichtesten besiedelte Gemeinde innerhalb der Samtgemeinde.

Das Samtqemeinde-Gebiet grenzt im Westen an die Stadt Norden und erreicht in Hilgenriedersiel die Nordsee.

Der Flecken Nage liegt etwa in der Mitte des Samtgemeindegebietes, im Westen und Osten durch Waldgebiete eingefasst.

Plangebiet Dorferneuerung

Das Plangebiet umfasst in Hage und Berum den Bereich beiderseits der Landesstraße L 6, die sich in west-östlicher Richtung durch die beiden Ortsteile zieht. Im Süden reicht das Gebiet bis an die Straßen “Hilgenbur“ und “Am Edenhof“ und umfasst das Gelände der Höfe “Hager Hilgenbur“ und “Leutnantshof“. Im Norden schließt sich noch die Fläche zwischen Hagermarscher Straße, Mühlenweg und Alter Dieker an.

“Der Samtgemeinde Nage ist im Regionalen Raumordnungs-Programm die Funktion eines Nebenzentrumts zugewiesen worden. Hage ist somit im Verflechtungsbereich des Mittelzentrums Norden zum zusätzlichen Standort zentraler Einrichtungen bestimmt worden. Als Nebenzentrum kann Hage grundsätzlich alle zentralen Einrichtungen haben.

Der Samtgemeinde Hage ist die besondere Entwicklungsaufgabe „Wohnen, Gewerbliche Wirtschaft und Erholung“ zugewiesen worden. Die besondere Entwicklungsaufgabe ‘Wohnen‘ erstreckt sich auf eine über den Eigenbedarf hinausgehenden Entwicklung von Wohngebieten für den Zuzug von außen.

Im Regionalen Raumordnungsprogramm 1982 sind die besonderen Entwicklungsaufgaben „Wohnen und gewerbliche Wirtschaft“ und die Aussage im landesplanerischen Rahmenprogramm vom 20.12.1977 bleibt jedoch gültig: “Die Gemeinde gehört zu den attraktivsten Wohnstandorten im Regierungsbezirk Aurich.“ Die Graphik verdeutlicht, dass die Bevölkerungszahl der Samtgemeinde in den letzten Jahren stetig gewachsen ist, wobei dieser Anstieg fast ausschließlich auf das
Konto der Gemeinde Hage geht.

Die besondere Entwicklungsaufgabe ‘Erholung‘ erstreckt sich auf die Sicherung und Entwicklung von über den Eigenbedarf hinausgehenden Anlagen und Einrichtungen für kurz- oder langfristige Erholung und Kurbetrieb. Diese besondere Entwicklungsaufgabe hat die Sicherung und Entwicklung eines vielfältigen oder von speziellen Angeboten an Erholungseinrichtungen zum Ziel.“ (2)

Das Wetteramt Bremen des Deutschen Wetterdienstes schloß nach zweijähriger Wetterbeobachtung sein Klimagutachten im Oktober 1979 mit der Feststellung, dass ‘aus bioklirnatischer Sicht die staatliche Anerkennung . -- als Luftkurort befürwortet werden kann.“ Diese staatliche Anerkennung erfolgte 1983.

Als Verkehrsverbindung des Fleckens Hage zu den Mittelzentren Norden und Aurich dient heute fast ausschließlich die Landesstraße L 6. Der Bahnhof Hage an der Strecke von Norden nach Dornum wird nur noch bei Bedarf m Güterverkehrs angefahren; der Personenverkehr ist eingestellt worden. Der Schienenstrang, der ernst in Sande auf die Bahnlinie Oldenburg—Wilhelmshaven mündete, endet heute in Dornum.

Wie bereits unter „Topographie“ erwähnt hat Hage heute keine wirtschaftlich nutzbare Verbindung mit der Nordsee mehr. Das Hager Tief dient heute in erster Linie als Hauptentwässerungsgraben und ist dementsprechend beim Entwässerungsverband Norden als Gewässer II. Ordnung eingestuft. (Diese Aussage von 1988 relativiert sich durch die Anlage einer Paddel- und Pedalstation im Jahre 2004)

Die Abwässer des Fleckens Nage werden in die biologische Kläranlage auf dem
auf dem Gemeindegebiet geleitet.

Die geordnete Mülldeponie Am Nordrand des Fleckens nimmt nicht nur die Abfälle aus der Samtgemeinde Hage auf, sondern sie dient als zentrale Deponie des Landkreises Aurich... (hat inzwischen nur die Funktion einer Annahme- und Umschlagstation – die Deponie ist saniert und gesichert worden)

Außerdem liefert die EWE Strom und Erdgas nach Hage; die Stadtwerke Norden betreiben hier ein Wasserwerk.

 
Wassereinzugsgebiet Schutzzone III

Das Wassereinzugsgebiet erstreckt sich über den zentralen Bereich von Hage und Berumbur. Es gehört zur Wasserschutzzone III. Das Hager Grundwasser mit dem Härtegrad 4 gehört qualitativ zum besten in der Bundesrepublik Deutschland. Das Untersuchungsgebiet der Dorferneuerungsplanung ist flächendeckend mit Erdgas und versorgt.

Im Plangebiet der Dorferneuerung befinden folgende öffentliche Einrichtungen:

- Samtgemeinde-Verwaltung
- Kindergarten
- Pflegeheim Helenenstift und Kinderheim
- evangelische Kirche
- neuapostolische Kirche
- Königreichsaal der Zeugen Jehovas (inzwischen nach Lütetsburg verlegt)

Außerhalb des Planungsgebietes beherbergt der Flecken Hage noch

- Grundschule
- Haupt- und Realschule
- 2 Sportplätze
- Turnhalle 12 x 24 rn
- Turnhalle 27 x 45 rn
- Hallenbad und Freibad
- Schießstand
- Katholische Kirche
- Friedhof
- Ferienpark mit medizinischer Badeabteilung
- Altenwohungen
- Bundeswehrdepot (inzwischen zivile Nutzung)

Starke wirtschaftliche Bedeutung hat für Hage der Fremdenverkehr erlangt, seit 1973 der Ferienpark Berumbur fertiggestellt wurde. Die direkten und indirekten Einnahmen aus der Beherbergung von Feriengästen liegen mit über 16.000.000 DM pro Jahr in derselben Größenordnung wie die Gesamtausgaben der Samtgemeinde Hage. Ca. 60% der Übernachtungen entfallen auf den Bereich des Ferienparks Berumbur, ca. 35 % auf die Gemeinden Hage und Lütetsburg, der Rest von 5% anderen Gemeinden der Samtgemeinde Hage. (Angaben des Leiters des Verkehrsamtes.)

Wie die Region insgesamt insgesamt wird auch das Gebiet Samtgemeinde überwiegend von Flächen bedeckt, die landwirtschaftlich genutzt sind. Allerdings ist der Wald-Anteil mit 12,5% der Gesamtfläche sehr hoch im Vergleich mit umliegenden Gemeinden. 22 % der Wald-Flächen liegen auf dem Gebiet Fleckens Hage.

Stark rückläufig ist die Landwirtschaft im Flecken Hage. Im Dorfgebiet von Hage existieren heute nur noch acht Höfe, davon drei im Untersuchungsgebiet. Relativ groß für die hiesige Region ist die Bedeutung der Forstwirtschaft. 863 ha Wald und Forst werden von zwei Unternehmen in der Samtgemeinde bewirtschaftet. Davon entfallen ca. 200 ha auf das Gebiet des Fleckens Hage.

Für das im Zusammenhang mit der Dorferneuerungsplanung erstellte Verkehrsgutachten wurde im Juni 1987 u.a. eine Befragung der Autofahrer durchgeführt, die ergab, dass sich der Flecken Hage sehr stark zur sogenannten “Schlafstadt“ für die Stadt Norden entwickelt hat: „Dieser Berufsverkehr oder auch Pendlerverkehr macht etwa die Hälfte aller Verkehrsbewegungen, die mit dem Kfz ausgeführt werden, aus.“ (Planungsgemeinschaft Dr. Theine, Verkehrsuntersuchung Hage, Hannover, Febr. 1988)

Der folgende Link führt zu Darstellungen von einzelnen Verbesserungsvorschlägen aus dem Dorferneuerungsplan von 1988.

 

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